Immer nur im Jetzt – immer nur im Netz

Tägliche Gedanken über den Weg Jesu

mit Pfarrer Günter Schmitz-Valadier

Diese Reihe, liebe Gemeinde, soll ein Baustein sein, wie wir momentan auch ohne Gottesdienste geistlich in Verbindung bleiben können. Dazu möchte ich meine Gedanken einfach ein wenig fließen lassen und gehe mit Ihnen durch das Markusevangelium, das älteste der vier,

  … soweit wir kommen …

Wachtberg, 28. März 2020: Markus 2,13-17

 

Am See Genezareth. Jesus beruft mit Levi einen Zöllner in seinen Kreis von Jüngern. Bei ihm kehrt er ein und isst mit anderen Zöllnern und Sünden. Das missfällt den Pharisäern und Schriftgelehrten. Jesus antwortet ihnen: Die Starken bedürfen keines Arztes, sondern die Schwachen. Er wende sich den Sündern, nicht den Gerechten zu.

 

So wie Ärzte für die Erkrankten da sind und nicht für die Gesunden – obwohl Prävention ja auch wichtig ist – so richtet sich Jesus in besonderer Weise an die Sünder.

Zeichenhaft dafür beruft er einen verachteten Zöllner in seinen Jüngerkreis.

 

Aber sollte Gott nicht eigentlich und zuerst für die da sein, die sich ihm zuwenden?

In diesem Punkt denken wir doch nicht großartig anders als die Damaligen, oder?

Ich glaube an Gott und er ist mir gnädig!

 

Die Jesusgeschichte macht eines völlig klar: Wir wenden uns Gott gar nicht zu, sondern er kommt zu uns: Ich bin gekommen, die Sünder zu rufen und nicht die Gerechten.

 

Also lautet die Frage vielmehr: Wer sind denn die Starken und wer die Schwachen?

 

Körperlich sieht man das sofort: So wie jetzt die Älteren und in der körperlichen Konstitution Schwächeren die besonders Gefährdeten sind. Aber geistlich, die Seele betreffend: Wer sind die Schwachen?

 

Ich denke an die Beisetzung gestern auf dem Friedhof in Villip. Es dürfen jetzt nur ein paar Leute mit dabei sein, direkt am Grab, ohne Trauerfeier, ohne letzten Gang. Wir versuchen es würdig zu gestalten. Trotzdem: Schade!

 

Günter Schmitz-Valadier

 

Gebet:

Sei bei den Schwachen, großer Gott.

Sei bei denen, die sich jetzt zu Recht Sorgen machen.

Sei bei uns und mit unserem Kleinglauben.

 

 

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