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Immer nur im Jetzt – immer nur im Netz

Tägliche Gedanken über den Weg Jesu

mit Pfarrer Günter Schmitz-Valadier

 

Diese Reihe, liebe Gemeinde, ist einer der Bausteine, mit denen wir in einer besonderen Zeit geistlich in Verbindung bleiben. Dazu lasse ich meine Gedanken einfach ein wenig fließen und gehe mit Ihnen durch das Markusevangelium, das älteste der vier,

         … soweit wir kommen …

 

Wachtberg, 5. Juni 2020: Markus 10,21-23

 

Ein Mann kommt zu Jesus: Was soll ich tun, damit ich das ewige Leben ererbe? Jesus gewinnt ihn lieb: Verkaufe alles, was du hast, gib es den Armen und folge mir nach! Der Mann geht traurig davon. Er hatte viele Güter. Wie schwer werden die Reichen in das Reich Gottes kommen, sagt Jesus.

 

Natürlich werden hier Geld, Besitz und Reichtum kritisiert. Sie sind Hemmschuhe des Glaubens, weil man das Vertrauen auf sie setzt. Bankkonto, Versicherungen, Geldwerte, Besitz – die haben ein echtes Potenzial, vom Vertrauen auf Gott abzulenken.

 

Dennoch wäre eine Gleichsetzung von uns mit dem reichen Mann unfair.

Nicht, um uns und unseren Reichtum zu retten, sondern um des Mannes willen.

 

Dem kommt nämlich hier eine besondere Ehrung zu.

Zunächst betont die Erzählung, dass Jesus ihn lieb gewinnt. Das wird nicht von vielen erzählt. Er ist Jesus sympathisch, Jesus will ihn weiterhin in seiner Nähe wissen: Verkaufe alles und folge mir nach!

 

Das ist der Nachfolgeruf, so wie ihn die Jünger Jesu gehört hatten.

 

Wir hören die Stelle immer nur als Kritik am Reichtum.

Jesus aber meint sie als Einladung in die Nachfolge.

 

Was soll ich tun, damit ich das ewige Leben ererbe?, hatte der Mann gefragt. Alles hatte er richtig gemacht. Er verhält sich vorbildlich, er fragt nach dem Sinn des Lebens, er erwartet die Antwort darauf von Jesus, er wird von ihm gemocht. Aber das alles reicht nicht aus.

Der Unglückliche!

 

Ich denke an eine Mitarbeiterin von Knauber. Seit den Zeiten ihrer Kinder am Ließemer Kindergarten kenne ich sie. Vorgestern war ich noch einmal da, vielleicht das letzte Mal. Sie saß an der Kasse und konnte lächeln, aber glücklich war sie nicht.

 

Günter Schmitz-Valadier

 

Gebet:

Großer Gott,

wir suchen das Unglück nicht,

aber wir wollen uns auch darin von dir führen lassen.

Amen.

 

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